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1. Tag Sonntag, den 21. 09. 2014

Sich schon morgens um 6:30 Uhr am Flughafen Tegel einfinden zu müssen, ist schon eine Herausforderung. Aber alle 14 Comenius Camp Teilnehmer sind pünktlich zur Stelle. Nach dem CHECK-IN verabschieden wir uns von Eltern und Freunden und gehen erst zum Sicherheitscheck und dann zum Abfluggate. Pünktlich um 7:50 Uhr ist Boarding Time, und genauso pünktlich starten wir um 8:20 Uhr nach Stockholm. Lange dauert dieser Flug nicht, nur 1 Stunde und 20 Minuten später landen wir. Stockholm empfängt uns mit sonnigem und warmen Wetter, was will man mehr. Eine 40 minütige Bustour bringt uns in die Innenstadt, wo uns Britt-Mari, eine schwedische Lehrerin, schon erwartet und zum Hotelschiff „Af Chapmann“ begleitet. Diesmal benutzen wir einen Innenstadtbus und laufen die letzten Meter. Da es noch recht früh – nämlich erst 11:00 Uhr ist- , deponieren wir unsere Koffer in der Rezeption, und wandern am Wasser entlang und schauen uns ein wenig um. Uns gegenüber liegt der Königspalast, ein Stück weiter bietet ein großer Vergnügungspark einen faszinierenden Anblick. Sehnsüchtig schauen einige hinüber, aber einen Besuch dort haben wir leider nicht auf dem Plan. Gegen 15:00 Uhr laufen wir zur Innenstadt und dort zu einem Restaurant , das an vielen verschiedenen Ständen alle möglichen leckeren Gerichte bietet. Wir teilen uns in eine „Pizza- und eine Asiafraktion“, und bald sitzen alle mampfend vor ihren Tellern. Als es komisch zu riechen anfängt, denken wir uns noch nichts dabei. Aber wenig später geht der Feueralarm los, und wir werden aufgefordert, das Lokal zu verlassen. Glücklicherweise haben schon alle aufgegessen, so greift jeder nach seiner Jacke und Tasche und strebt zum Ausgang. Was genau passiert ist, erfahren wir nicht, aber als wir auf der Straße stehen, brausen mit „TATÜ TATA“ zwei Feuerwehrautos heran. Vermutlich war nur überhitztes Fett in einer der Küchen der Grund, … wer weiß. Wir gehen zurück zum „Af Chapmann“, holen unsere Koffer, und jeder bekommt noch eine Tüte mit Bettwäsche und Handtuch mit auf den Kahn. Die 6 Jungen bewohnen ein Zimmer auf dem Unterdeck, die 4 Mädchen eines auf dem Oberdeck. Jetzt heißt es erst einmal Betten beziehen und ein wenig Chillen. Genieselt hat es schon einige Zeit, aber nun setzt heftiger Regen ein und ein Gewitter naht. Ein Donnerschlag ist so heftig, dass alle einen Mordschrecken bekommen und einige Mädchen hysterisch aufkreischen. Alle sind entsprechend unruhig, rennen herum und sind bald so laut, dass sich andere Hotelinsassen beschweren. So gibt es auch noch ein Donnerwetter von den Lehrern, und alle müssen nun brav in ihren Zimmern bleiben. Inzwischen ist es auch schon dunkel geworden, der Regen tröpfelt immernoch und es grummelt ab und an. Um 22:00 Uhr ist Nachtruhe. Das leise Tröpfeln des Regens und das Quaken der Enten begleiten unseren Schlaf.
Bilder des 1. Tages: day1
Stockholm Comenius Camp 2014 - Tag 1 on PhotoPeach


2. Tag Montag, den 22. 09. 2014

Um 7:00 Uhr ist Weckzeit, und bereits um 7:30 Uhr sind wir beim Frühstück. Dazu müssen wir vom Schiff hinüber zum Rezeptionsgebäude rennen und zwar durch strömenden Regen. Das Frühstück ist sehr ansprechend, man kann vom Buffet verschiedene Brotsorten, Butter, Wurstarten, diverse Käsesorten, gekochte Eier, Quark, Marmelade, Joghurt, Früchte, Cerealien und diverse Getränke wählen. Anschließend schmieren wir Brote und packen Lunchpakete für den heutigen Vormittag ein. Dann geht es rasch ans Betten abziehen, packen und Zimmer aufräumen. Als wir kurz vor 9:00 Uhr zum nächsten Ziel, der Insel, aufbrechen, gießt es immer noch fleißig und kurze Zeit später sind wir samt allem Gepäck klatschnass.

Wir steigen zur U-Bahn hinab, fahren los, steigen um und placken uns ziemlich mit dem ganzen Gepäck ab, da kommt die Nachricht, dass die Fähre zur Insel heute nicht ablegen kann, da es zu stürmisch ist. – Betretenes Schweigen! – Britt-Mari (unsere Stockholmer Führerin) beginnt hektisch herum zu telefonieren, und wir stehen nun wirklich wie die „bepissten Pudel“ da und warten nun auf die anstehenden Entscheidungen – „Was nun tun?“. Nach längerem Palaver heißt es den Rückzug anzutreten, und so kehren wir um und zwar auf dem selben Wege durch den strömenden Regen zurück zum „Af Chapman“. Die klatschnassen Koffer werden im Abstellraum deponiert und die nassen Kinder im Billardzimmer zum Trocknen und Ausruhen geschickt. Die Lehrer versuchen hektisch, zu einer sinnvollen und machbaren Lösung zu kommen. Das dauert und alle paar Minuten hört man neue Planungen. Schließlich zeichnet sich der weitere Ablauf ab. Die Koffer bleiben vorerst im Depot, und die Campteilnehmer brechen auf zum Vasa-Museum – und zwar mit einer Fähre des Stockholmer öffentlichen Nahverkehrs.

Alle sind begeistert von diesem Programmpunkt, das riesige Schiff mit seiner fantastischen Geschichte ist auch wirklich etwas für jeden. Die gesamten geschichtlichen Abläufe werden uns in einem anschaulichen Film (auf Deutsch) erläutert, der Bau des Schiffes, die dramatischen Ereignisse bei seiner Jungfernfahrt, die nur ca. 1000m weit sein sollte, die Zeit der Wiederentdeckung des Wracks und seine furiose Bergung und später die Konservierung und Restaurierung des riesigen Holzschiffes. Das Schiff ist wirklich wunderschön und die Ausstellungsstücke rund um seine spannende Geschichte fesselt uns alle. Vom Museum geht es dann mit der Fähre zurück zum Ausgangspunkt am „Af Chapman“ und von hier aus weiter in die Stadt zu einer kurzen Stadtführung. Der weiter fallende Regen behindert unseren Rundgang erheblich und schließlich fallen wir lieber in ein Kaufhaus ein, um es endlich warm und trocken zu haben. Mit Shoppen ist aber nicht viel, und wir sind auch viel zu erledigt, so setzen wir uns schließlich bei Mc Donald`s gemütlich an einen Tisch, trinken Milkshakes und Cola und ruhen unsere müden Füße aus. Als wir aufbrechen, um zum verabredeten Treffpunkt zu gelangen, hat es aufgehört zu regnen, und die Sonne schaut sogar zaghaft hervor. Inzwischen ist es 17:00 Uhr, und wir machen uns gemeinsam auf zum Bowling-Center. U-Bahn und Bus bringen uns dorthin, was einfach klingt, mit ca. 50 Personen aber gar nicht so einfach ist, jedenfalls zur Rush-Hour. Im Bowling-Center gibt es nun eine warme Mahlzeit – Burger und Pommes und kurz darauf werden wir in nunmehr gemischten Gruppen auf die Bowlingbahnen verteilt. Eine Stunde Spaß und Anstrengung folgt. Dann bekommen wir noch unsere Camp-T-Shirts zugeteilt: dark-blue for the Basses, light –blue for the Herings, Jeans-blue for the Trauts and bright-blue for the Cods. In der Zwischenzeit wurden auch unsere Koffer zu unserer neuen Bleibe für die nächste Nacht transportiert – zum “Zinkensdamm”. Hier fahren wir gegen 20:00 Uhr nun wieder mit Bus und U-Bahn hin. Es ist ein sehr nettes Hostel. Wir holen unsere Koffer und die netterweise von den Stockholmern mitgebrachte Bettwäsche und machen unsere Betten und auch uns fertig für die Nacht. Erschöpft sinken wir in diese, plaudern noch ein wenig und fallen dann alle alle in einen tiefen Schlaf.
Bilder des 2. Tages: day2
Stockholm 2014 Tag 2 on PhotoPeach


3. Tag Dienstag, den 23. 09. 2014

Nach einer langen Nacht stehen wir wieder um 7:00 Uhr auf und gehen nach unserer Morgentoilette hinunter zum Frühstück in den „BREAKFAST ROOM“. Auch heute gibt es ein reichhaltiges Angebot, so dass jeder sein Lieblingsfrühstück genießen kann. Dann werden rasch die Zimmer aufgeräumt, die Koffer gepackt und nach unten ins Erdgeschoss gebracht. Dort versammeln sich alle Schüler/innen und Lehrer/innen, um nun zur U-Bahn zu laufen. Gott sei Dank ist es nicht ein allzu langer Weg dorthin. Mit der U-Bahn geht es hinaus aus der Stadt zur Bushaltestelle unseres gecharterten Busses. Der kommt auch nach wenigen Minuten und ab geht die Reise zur Insel VÄSSARÖ. Nach zwei Stunden Fahrt durch eine schöne grüne Landschaft bei Sonnenschein und Regen (NEIN – nicht schon wieder!!!) kommen wir an einen Kai, wo schon ein kleines Boot wartet, das uns zur Insel bringen soll. Zuerst wird unser Gepäck untergebracht und dann wir – es fängt schon wieder an zu regnen. Das Schiff legt ab, und die Fahrt führt uns durch die landschaftlich schönen Schären Schwedens hinüber nach Vässarö. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten, denn wir fahren einen längeren Weg, um in ruhigem Fahrwasser zu sein. Eren, der auf der Brücke steht, darf sogar nach einiger Zeit ans Ruder – super Feeling. Auf der Insel angekommen verladen wir unsere Koffer auf die Anhänger von drei Traktoren und laufen bis zu dem „Gemeinschaftshaus“ der Hüttensiedlung , die hier mitten auf der Insel liegt. Dort wartet schon das Mittagessen auf uns – aber vorher gibt es noch eine kleine Ansprache des Hausvaters, was wir zu beachten haben und wie es hier so abläuft. Dann nichts wie hinein und wir verteilen uns auf die langen Tischreihen, um nun den Reis mit Hühnchen und Salat zu essen. Es ist ganz OK. Dann gibt es eine Führung über das Gelände und anschließend holen wir unsere Koffer und bringen sie in unsere Häuser. OK – nach einigen Schwierigkeiten – WER schläft nun WO? Aber auch das kann zufriedenstellend gelöst werden. Nun gibt es einige Spiele, bei denen wir uns als Gruppen besser kennenlernen sollen. Und schon sind die ersten Stunden vorüber, und es gibt das Abendessen – und was könnte das gewesen sein??? Na klar – PIZZA – aber sehr lecker und zum Nachtisch gibt es eine schwedische Spezialität: Eis, Sahne und Meringe – sehr lecker (schon wieder). Als es dunkel wird, treffen wir uns in der Kapelle, wo jeder eine Taschenlampe bekommt. In vier Gruppen eingeteilt haben wir nun die Aufgabe, in der Umgebung nach reflektierenden Buchstaben zu suchen, welche dort aufgehängt bzw. versteckt sind. Anschließend müssen wir aus den gefundenen Buchstaben zwei Wörter bilden – ein deutsches und ein englisches Wort. Nach langem Suchen und Probieren finden wir schließlich „seawheat“ und „Seetang“ heraus. Alle vier Gruppen arbeiteten super zusammen, und es kommt zu intensiven Gesprächen untereinander. Dann ist es Zeit, zum angekündigten Lagerfeuer zu gehen. Inzwischen ist es stockdunkel geworden. Suli und Maral haben mit anderen schon das Feuer und den Grill angezündet. Wir singen gemeinsam Lieder vor, die wir für unser hiesiges Thema „Wasser“ einstudiert haben. Suli spielt viele ihrer Lieder auf ihrer Gitarre, und alle singen kräftig mit. Schließlich gibt es noch Würstchen und Marschmellows vom Grill – es ist ein gelungener Abend. Aber es ist inzwischen auch empfindlich kalt geworden. Wunderschön ist der sternenübersäte Nachthimmel, so sieht man ihn in einer Großstadt eben nie. Ganz deutlich ist die Milchstraße zu erkennen. Als wir gegen 23:00 Uhr zu unseren Hütten zurückkehren, ist alles stockdunkel und wir erfahren, dass es einen Stromausfall gegeben hat. Gut, dass wir alle eine Taschenlampe bekommen haben. So begeben wir uns unverzüglich in unsere jeweilige Hütte, verzichten auf jegliche Abendtoilette, da wir im Dunkeln ja eh nicht zu den Waschräumen finden würden, ziehen nur rasch bei Taschenlampenlicht die Schlafanzüge an und legen uns in die Betten. Da ja auch die Heizungen ausgefallen sind, verspricht es eine eiskalte Nacht zu werden. Da kann man nur sagen, dieses Camp ist wirklich Abenteuer pur.
Bilder des 3. Tages: day3
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4. Tag Mittwoch, den 24. 09. 2014

Glücklicherweise haben alle die Nacht gut überstanden, keiner ist erfroren. Mitten in der Nacht gab es ja wieder Strom, so dass auch die Heizungen wieder arbeiteten, und bei einigen ging sogar die Beleuchtung an, da der Schalter entsprechend am Vorabend eingeschaltet war. So weit so gut also. Alle finden sich wohlbehalten um 8:00 Uhr zum Frühstück ein. Der „Trapper Track“ steht heute Morgen auf dem Programm. Hier erfahren wir sehr anschaulich, wie die Trapper früher ihre Pfade durch die Wildnis gestaltet haben, und zwar mit verschiedenen Arten von Brücken und Leitern nur aus Holz oder aus Seilen und Holz. Wir lernen, wie sie ihre Fallen gebaut haben und wie diese funktioniert haben. Es ist abenteuerlich und teilweise ganz schön anstrengend auf unserem ca. zweistündigen Trapperweg mit all diesen Brücken, Seilen und Leitern, die wir überwinden müssen. Als krönenden Abschluss der Tour gibt es eine lange Seilbahn über einen schilfbestandenen Wasserweg zwischen Vässarö und einer kleinen vorgelagerten Insel. Es ist schon nach 12:00 Uhr, so eilen wir rasch zum Mittagessen ins Gemeinschaftshaus. Es gibt ein Salatbüffet und wahlweise Pilz-, Fisch- oder Gulaschsuppe. Wenig später geht es schon wieder los zu den nächsten Programmpunkten. Aufgeteilt in unsere vier Gruppen Bass (Barsch), Cod (Dorsch), Trout (Forelle) und Herring (Hering) gibt es vier verschiedene Aktivitäten. Wir untersuchen am Felsenstrand das Getier und die Pflanzen im Meer. Mit Käscher, Lupendosen und Eimern sammeln wir Seetang, Schnecken, Krabben und sogar einen Fisch ein. Nächster Programmpunkt ist Teambuilding. Hierbei müssen wir in absoluter Gemeinschaftsaktion diverse Aufgaben lösen wie auf einer langen Wippe mit allen Teilnehmern ein Gleichgewicht herzustellen oder ein Hindernis überqueren, das man alleine nie überwinden könnte. Anschließend geht es in eine Bucht, in der Bootsschuppen mit Kanus und kleinen Segelbooten stehen. Hier können wir nun auswählen, welche Boote wir ausprobieren wollen. Am meisten macht allen das Paddeln in den Kanus Spaß, da ist man immer in Bewegung und hat ganz schön zu tun, immer auch in die Richtung zu kommen, in die man fahren will. Die Landschaft hier ist auch superschön und was auch besonders toll ist und unbedingt erwähnt werden muss, ist – es hat heute überhaupt nicht geregnet!! Um 18:00 Uhr gibt es Abendessen – zum wiederholten Mal können wir heute Hamburger genießen, und zum Nachtisch gibt es Apfelkuchen mit Schlagsahne. Nach so einem anstrengenden Programm genau das Richtige. Dann heißt es sich aufhübschen, denn um 20:00 Uhr ist heute Disco angesagt. Zwei Stunden lang hotten Schüler und Lehrer kräftig ab, haben eine Menge Spaß und sprechen wieder mächtig viel Englisch miteinander. Gegen 22:00 Uhr ist wie gewohnt Bettruhe.
Bilder des 4. Tages: day4
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5. Tag Donnerstag, den 25. 09. 2014

Wieder einmal ist der Himmel grau verhangen, und es nieselt leicht, als wir um 7:30 Uhr aufstehen und zu den Plumpsklos eilen. Frühstück gibt es wie gewohnt um 8:00 Uhr. Es gibt Grießbrei, Brötchen, Brot, Käse, Schinken und Marmelade. Kurz vor 9:00 Uhr versammeln sich alle im "Circus", einem großen Holzhaus mit einem runden Saal. Wir singen mit Suli ein paar Lieder und bekommen dann erklärt, welche Aktivitäten für den heutigen Vormittag auf dem Programm stehen. Man kann die gefundenen Pflanzen und Tiere aus dem Meer bestimmen, einen Geschicklichkeitsparcours machen, Fußball, Tischtennis oder Karten spielen. So sucht sich nun jeder seine bevorzugte Aktivität. Um 12:00 Uhr ist Mittagessenszeit, und wenig später sind alle emsig beschäftigt mit Koffer packen und Zimmer sauber machen. Dann ist Zimmer-abnahme, und einige müssen ein bisschen nachbessern. Als alles zur Zufriedenheit ist, laden wir unser Gepäck wieder auf die Traktoren, sammeln uns zu einem Gruppenbild an der Kapelle und marschieren dann hinunter zur Bootsanlegestelle. Wir schnappen unsere Koffer von den Traktoren und gehen an Deck der Fähre. Heute regnet es ja Gott sei Dank nicht, so kann man ganz entspannt am Bug stehen und sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen. Einige Kinder dürfen wieder für einige Zeit das Steuer übernehmen, hupen oder die Schiffsglocke läuten. So geht die halbstündige Fahrt durch die Schären zurück zum Festland. Erneut beginnt die Kofferarie, vom Schiff werden sie diesmal in einen Transporter geladen, der sie zum Haltepunkt unseres Busses bringen wird. Dann haben wir wieder einen Fußmarsch vor uns, und als wir zum Bus kommen, haben fleißige Helferlein unsere Koffer bereits im Bus verstaut. Schnell steigen wir ein, und ab geht die Reise zurück nach Stockholm. Die zweistündige Fahrt geht rasch vorbei, und nun liegt nur noch eine kurze Strecke mit der U-Bahn vor uns. Wie eine Ameisenstraße zieht sich unser Rollkoffer ziehender, ca. 55 Personen starker Trupp dahin auf dem Weg zum Hostel "Zinkensdamm". Zum vierten Mal heißt es Betten beziehen, und langsam klappt das ganz prima auch ohne Hilfe der Erwachsenen. Die georderten riesigen Familienpizzen verschwinden rasch in den hungrigen Mündern der Meute. Jetzt hat jeder nur noch das dringende Bedürfnis sich mal wieder ausgiebigst warm zu duschen, nachdem wir uns das in den eiskalten Duschgelegenheiten auf der Insel lieber verkniffen haben. Müde vom Tagewerk fallen wir gegen 22:30 Uhr in die Betten.
Bilder des 5. Tages: day5
Stockholm 2014 Tag 5 on PhotoPeach


6. Tag Freitag, den 26. 09. 2014

Frühstückszeit ist bereits um 7:15 Uhr, da für heute der Besuch der Björkäs Skolan auf dem Programm steht. Kurz vor 8:00 Uhr holt uns eine Lehrerin der Schule im Hostel ab und begleitet uns auf dem Weg dorthin, was bedeutet: Fußmarsch zur U-Bahn-Station Zinkensdamm, dann sieben Stationen bis T-Centralen, Busfahrt bis nach Björknäs Centum, wieder kurzer Fußmarsch - Ziel erreicht! Es werden drei verschiedene Aktivitäten angeboten: man kann die Schule besichtigen, man kann aus Seilen geflochtene Schlüsselanhänger basteln, man kann Fische sezieren. Umschichtig werden diese drei Programmpunkte von allen Camp-Teilnehmern durchlaufen. Zwischendurch gibt es Lunch in der Schullkantine und zwar Reis oder Bulgur, Kasseler, Hühnergeschnetzeltes und verschiedene Salate. Gegen 3:00 Uhr brechen wir auf in die Innenstadt, um noch ein bisschen Sightseeing zu machen und um shoppen zu gehen. Viel Zeit haben wir nicht, denn bereits um 18:00 Uhr müssen wir in der Björknäs Skolan zurück sein. Die Lehrer haben einen Wettkampf vorbereitet, bei dem man auf dem Schulgelände verschiedene Aufgaben erledigen muss: Frösche weit spucken, 4-Minutenlauf, eine Wasserschüttstaffel, Gewichte raten, ein Quiz. Das geschieht natürlich wieder in unseren gemischten Gruppen mit unseren Freunden aus Wales und Schweden und Berlin. In der Zwischenzeit haben Eltern der Schule das Abendessen vorbereitet. An nett mit Kerzen geschmückten Tischen sitzen wir und essen Taccos mit Rindfleisch, verschiedenen Soßen, Käse und Salat. Anschließend gibt es noch Chips, Popcorn und Gummifrösche. Suli macht wieder ordentlich Stimmung, als sie ihre Ohrwürmer "Stark wie ein Tiger", "Yo-Yo" und das Rosa-Parks-Lied singt. Wir unterstützen sie natürlich kräftig , und auch unsere neuen Freunde haben diese Lieder inzwischen ganz gut gelernt und singen fleißig mit. Auch alle anwesenden Eltern sind total begeistert. Da es nun bereits 21:30 Uhr ist, müssen wir langsam aufbrechen. Das bedeutet aber Abschied nehmen von den Stockholmer Freunden, und sofort kippt die Stimmung. Plötzlich liegt sich alles heulend in den Armen, als uns bewusst wird, dass wir uns bald nicht mehr sehen werden. Aber eigentlich ist es doch ein tolles Zeichen dafür, wie gelungen das Stockholm Camp war, wenn alle so traurig sind, wenn es nun endet. In bedrückter Stimmung treten wir den Rückweg zum Hostel Zinkensdamm an. Als wir dort angekommen sind, bekommen unsere Mädchen ganz hübsche Schlüsselanhänger (Herzen!!) und Schokolade von den Jungen aus Wales geschenkt. Mit ihnen haben sich alle besonders gut verstanden. Auch die Jungen!! Wir packen schon mal halbwegs unsere Koffer und fallen müde in die Betten.
die Bilder des 6. Tages: day6
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7. Tag Samstag, den 27.9.2014

Wecken ist heute um 7:15 Uhr und Frühstück um 7:45 Uhr. Der Frühstücksraum ist heute um diese Zeit schon total überfüllt mit Leuten, so essen wir im Vorraum und können so viel besser den Aufbruch unserer Freunde aus Höganäs verfolgen , die sich gegen 8:15 Uhr zum Abmarsch versammeln. Tschüss und winke-winke, nun sind alle schwedischen Kinder und Lehrer bereits fort. Wir packen nun die letzten Dinge in die Koffer, ziehen die Betten ab und packen die ausgeliehene Bettwäsche in die bereitstehenden Tüten. Dann wird es ernst, wir verabschieden uns wieder mit Tränen in den Augen von unseren Waliser Freunden, greifen unsere Koffer und verlassen nun endgültig das Hostel. Wieder rollt unsere Kofferkarawane zur U-Bahn, und wir fahren bis zur Station T-Centralen. Jetzt beginnt eine für die erwachsenen Begleiter ziemlich nervenaufreibende Aktion, nämlich das Deponieren unseres Gepäcks, welches wir natürlich nicht mit zum Shoppen und Essen mitschleppen wollen. Koffer in die Fächer wuchten, unzählige Ziffern eintippen, mit Karte bezahlen und ganz schnell die ausgedruckte Quittung schnappen. Einmal sind wir zu langsam und eine Quittung verschwindet wieder im Automaten. Eine Aufsicht muss den Automaten öffnen und nach unserem Gepäck-nachweis suchen. Stöhn! Als endlich alle Gepäckstücke verstaut sind, flattern unsere Nerven, bzw. die Nerven der Erwachsenen. Nun also nichts wie los zum letzte Kronen ausgeben. Das klappt Gott sei Dank besser, wir finden schnell recht günstige Souvenirläden, in denen wir unsere Geldreserven bald aufgebraucht haben. Mittag essen müssen wir heute bereits um 11:30 Uhr, denn wir müssen ja spätestens um 13:00 Uhr unseren Bus zum Flughafen nehmen. Wunsch aller Kinder ist es, erneut in die Futterhalle zu gehen, wo jede/r sich das Gericht an den umliegenden Ständen holen kann, was er/sie sich wünscht. Die meisten teilen sich eine Kebab-Pizza, die wirklich lecker ist. Nun heißt es zackig zurück zur Zentralstation zu marschieren, die Koffer aus den Schließfächern zu holen und zum Abfahrtpunkt des Flughafenbusses zu eilen. Die Zeit war doch etwas knapp berechnet. Übrigens strahlt heute die Sonne von einem leuchtend blauen Himmel, und es ist angenehm warm. Entsprechend sind viele Stockholmer auf den Straßen unterwegs, und man muss sich immer durch die Menge schlängeln. Glücklich sitzen wir um 13:00 Uhr im Bus zum Flughafen Arlanda. Nach einer Fahrt von 45 Minuten steigen wir am internationalen Terminal aus. So eine Pleite - merken wir bald, wir hätten eigentlich noch weiter fahren müssen. Das bedeutet nun einen ca. 10-minütigen Fußweg durch den Flughafen. Wir sind alle schon ziemlich nervös, als wir am Check-in ankommen, aber alles klappt dann erstaunlich reibungslos, und bald sitzen wir am Abfluggate. Was soll man sagen, gerade als wir uns niedergelassen haben, erfahren wir, dass unser Flieger eine dreiviertel Stunde Verspätung hat. Gut für unsere andere Berliner Schule, die nämlich reichlich spät zum Flughafen kommt. Und gut, da wir nun auch unsere Waliser Freunde noch einmal sehen, die plötzlich an uns vorbei marschieren. Wieder "hugs and kisses"!! Um 15:30 Uhr ist es dann endlich so weit, wir sind im Flugzeug, und einige von uns dürfen sogar ins Cockpit und mit dem Piloten ein Schwätzchen halten. Cool!! Der Flug vergeht super rasch und keiner von uns hat mehr Flugangst, wir sind jetzt ja schon alte Hasen!! Wir landen um 16:45 Uhr in Berlin Tegel, verabschieden uns noch vom Piloten und eilen dann zum Gepäckband. Von hier aus können wir schon unsere Eltern durch die Scheibe sehen und wenig später können wir sie in die Arme schließen.

Es war ein super tolles Camp, bei dem wir viele nette Freunde gefunden haben und viel superschöne Dinge erlebt haben.

Danke Comenius!!
die Bilder des 7. und letzten Tages des Comenius Camps: day7
Stockholm 2014 Tag 7 on PhotoPeach






Wales Camp Mai 2014
welsh flag
welsh flag

- for our German parents and friends at home-
Tagesberichte und Fotos

Montag, den 19. Mai 2014

Bereits um 7.40 Uhr sind wir am Flughafen Schoenefeld verabredet. Alle schaffen es, nur Frau Koch bleibt im Stau stecken und trudelt eine halbe Stunde spaeter ein. Na, macht nichts, dann checken wir schon mal ein und warten relaxed. Zeit haben wir noch. Eine weitere Verzoegerung gibt es noch weil Herrn Schmidts Koffer den Verdacht der Sicherheitspersonals erweckt. Der Inhalt wird genauestens auf Drogen untersucht. Auch jetzt bleiben wir entspannt, wir haben immer noch genuegend Zeit. Nach algemeinem Sicherheitscheck, Pass- und Ticketkontrolle und Gruppenfotos vor dem Flugzeug entern wir nun unsere verstreuten Plaetze. Um 9.30 Uhr hebt der Flieger ab und landet um 10.00 Uhr in London. Na klar, eine halbe Stunde waere wohl etwas zu knapp, Greenich Meantime ist halt eine Stunde frueher! Von Stansted aus cruisen wir mit dem Standstedexpress rein nach London zur Liverpool Street. Von hier aus geht es dann mit der Tube via Circle Line bis Holborn und dann mit der Picadilly Line bis nach Heathrow Airport. Am Terminal 3 erwartet uns bereits Meg aus Miffel Tiffel, nein Merthyr Tydfil! Und wenig spaeter trudeln die beiden schwedischen Gruppen aus Hoeganaes und Stockholm ein. Gegen 14.00 Uhr steigen wir alle in den Bus nach “M. T.”. Halt – wir haben ja noch das Wetter vergessen. London praesentiert sich mit strahlend blauen Himmel und sommerlichen Temperaturen. Aber oh je, weiter westlich verduestert sich der Himmel zusehends. Und bald faengt es an zu schuetten. Typical British! Kurz vor 18.00 Uhr landen wir vor unserem Hotel “Travelodge” in “M. T.”. Nach einigem Hin und Her beziehen alle Kinder und Erwachsenen ihre Zimmer – Beyza, Aylina, Feyza und Miray Zimmer 11, Lasse, Ayman, Abdurrahman und Murat Zimmer 8 und Jason und Samuel Zimmer 205. Leere Maegen leiten uns kurz darauf in Richtung Mc Donald’s. Gesaettigt inspizieren wir noch die naehere Umgebung, das “M. T.” Leisure Centre und den Supermarkt “TESCO”. Dann ist es Zeit fuers Bett. Nur Petrus schlaeft nicht, es giesst heftig und gewittert sogar.
Gute Nacht!
Feyza und Miray – die Tagesreporter
Fotos: photopeach

Dienstag, den 20. Mai 2014

Um 7.15 Uhr war heute “Wecken”. Dann sammelten wir uns alle, also die zwei schwedischen Gruppen von Hoeganaes und Stockholm und die Gruppe der Otto-Wels und natuerlich wir vor unserem Hotel, um zusammen zur Cyrfartha Junior School zu gehen. 40 Minuten liefen wir durch Merthyr Tydfil, bis wir endlich ankamen. In der “assembly hall” bzw. der Kantine bzw. der Sporthalle (alle 3 sind der gleiche Raum) haben wir dann gefruehstueckt. Anschliessend wurden wir von Herrn Morgan, dem Direktor, begruesst und der Vater von Huw, dem stellvertretenden Schulleiter, las uns das Buch vom “Paperbag Prince” vor. Es handelt von einem alten Mann, der auf einer Muellhalde lebt und sich dort sehr wohl fuehlt. Anschliessend wurden wir in 4 Gruppen eingeteilt: eine gruene, eine gelbe, eine blaue und eine graue und bekamen entsprechend farbige T-Shirts. Unsere erste gemeinsame Aktion war dann, dass wir zur Vorklasse (Infant School) gingen. Dort spielten die Kleinen uns ein Stueck ueber Muellvermeidung vor. Es war sehr witzig.
Danach ging es zurueck in die Schule, wo das Mittagessen schon wartete. Wir mussten uns wieder, wie beim Fruehstueck, in einer Reihe anstellen und in der Kueche wurde uns dann das Essen in unsere Teller gegeben. Es gab “meatballs with potatoes and vegetables” oder Cheese-Sandwiches – ganz OK. Danach konnten wir endlich auf dem Hof Fussball spielen. Es beteiligten sich auch einige schwedische Kinder und Kinder von der Otto-Wels. Anschliessend gingen wir dann in den verschiedenen Gruppen zu 4 Sehenswuerdigkeiten von Merthyr Tydfil. Hier mussten wir Fragen zu diesen beantworten. Zum Beispiel wurden wir gefragt, wieviele Lampen es auf der Bruecke des Taff (eines Flusses hier) gibt oder wie das Wort Schule auf “Welsh” heisst. Da waren wir ganz schoen beschaeftigt. Aber nach 2 Stunden waren wir dann wieder zurueck in der Schule und spielten kurz noch Fussball. Um ca. 5 Uhr liefen wir zurueck zum Hotel und holten unsere Badesachen, um im Hallenbad, das ganz in der Naehe unseres Hotels ist, schwimmen zu gehen. Es war super, insbesondere die Rutsche machte viel Spass. Kurz vor 7 Uhr ging es dann zum “dinner” in ein indisches Restaurant. Dort gab es ein Buffet mit vielen verschiedenen Gerichten (auch super Eis mit Sirup und Streuseln), und wir konnten soviel essen, wie wir wollten.
Toll war auch anschliessend der Einkauf bei TESCO, einem Supermarkt, der 24 Stunden geoeffnet hat. Wir kauften nicht soviel ein, denn wir brauchen unsere britischen Pfund scghliesslich noch fuer unsren Einkauf am Freitag in Cardiff. Am Hotel kamen wir um ca. 9:30 UIhr an und gingen gleich auf unsere Zimmer. Und kurz danach war “Bettruhe” angesagt. Aber wir haben uns natuerlich noch etwas laenger unterhalten, gelacht und etwas gespielt. Das war unser 2. Tag in Wales.
Fuer die “ue, ae, oe” und “ss” = scharfes “s” koennen wir leider nichts, denn es gibt auf der englischen Tastatur keine Umlaute und kein scharfes “s” !!!

Fotos: photopeach

Mittwoch, den 21. Mai 2014

Every morning the same procedure: Wecken um 7:15 Uhr, Abmarsch um 8:00 Uhr, Fruehstueck in der Cyrfathfa Junior School um 9:00 Uhr.
Fuer heute und morgen sind wir jeweils vor- und nachmittags fuer 4 verschiedene Aktivitaeten eingeteilt:

  1. Orientierung im Gelaende
  2. Muellsafari
  3. Mountain Biking (Kurs)
  4. Kunst aus Muell

Alle diese Aktionen finden natuerlich wieder in unseren vier gemischten Gruppen statt.
Leider haben wir heute nur die Photos von der “green group” und der “yellow group” da Frau Broska und Herr Schmidt in den Gruppen photografieren und deshalb die “blue group” Bilder erst noch von den TeilnehmernInnen hochgeladen werden muessen.
Die “green group” ist heute beim Mountain Biking und wird mittags von einem der Minibusse abgeholt und auf die andere Seite des Tales gefahren, wo der BTM Park sich befindet. Hier werden alle von den “instructors” empfangen und erhalten einen Sturzhelm und eine Warnwesten (warum nur?) und dann werden wir an einem Uebungsgelaende eingewiesen, wie wir solch einen “track” fahren sollen. Es ist einfacher zuzusehen als ihn zu fahren. Am Anfang gibt es noch einige Unsicherheiten, aber je oefter die Gruppe die “tracks” fahren desto sicherer werden wir und dann macht es auch richtig Spass! Nach gut einer Stunde sind wir dann auch ganz schoen fertig und wir koennen uns in der Bergstation mit einem Getraenk erfrischen.
Die gelbe Gruppe hat die Muellsafari auf dem Plan. Vor der Schule wartet bereits der andere Minibus, der uns zu dem Recycling-Park nahe Merthyr Tydfil bringen soll. Nach ca. 10 Minuten Fahrt sind wir schon am Ziel. Hier arbeiten viele Muellmaenner, aber eben auch zwei Maenner, die sich nur mit der Aufgabe beschaeftigen, den Menschen und insbesondere Kindern die Muelltrennung und die Bedeutung des Recyclings nahe zu bringen. Wir sprechen ueber verschiedene Arten von Muell und was aus ihm Neues entstehen kann – durch das Recycling.
Wir sehen Filme ueber Moeglichkeiten des Recyclings und ueber die Gefahren der Umweltverschmutzung. Ausserdem werden wir in kleinen Gruppen ueber die gesamte Anlage gefahren und sehen dabei, wie der Muell hier sortiert und weiter behandelt wird. Teile werden als gepresste Ballen zur Weiterverarbeitung in Container gepackt und in ferne Laender verschickt. Andere Muellanteile warden deponiert und abgedeckt und das entstehende Gas und Oel zur Energiegewinnung genutzt.
Total interesant und sehr sehr lehrreich. Diese paedagogische Abteilung hat auch schon einige Preise fuer ihre Arbeit gewonnen.
Anschiessend werden wir mit dem Minibus wieder zurueck in die Schule gefahren, wo es “lunch” gibt (Nudeln, Tomatensosse, Salat und Obst).
Nach einer Freizeitpause gehen alle Gruppen zur naechsten Aktivitaet ueber. Wir sind mit der Orientierung im Gelaende an der Reihe.
Erste Uebung ist es mit Hilfe einer Karte auf dem Schulgelaende bestimmte Markierungsschilder aufzufinden und darauf stehende Buchstaben oder Woerter zu notieren.
Als Zweites geht es hinaus in den Park hinter der Schule. Garnicht so leicht, die weit verstreuten Punkte an den Baeumen zu entdecken! Aber es ist ein wunderschoener Ort – glueckliche Schule, die eine solche Nachbarschaft hat!
Der Weg zurueck zum Hotel ist eine echte Herausforderung, die mueden Beine wollen eigentlich nicht mehr. Aber alle landen schliesslich gluecklich am Ziel und nach einer halbstuendigen Verschnaufpause faellt der hungrige Heuschreckenschwarm gegenueber vom Hotel bei “Frankie and Benny’s” ein. Pizza, Burger, Fish and Chips und ein Getraenk nach Wahl – das nennt sich “kid’s menu” oder “junior menu” . Mit ca. 60 Personen in ein Restaurant zu gehen ist schon etwas Besonderes.
Die anschliessende Freizeitgestaltung teilt sich in zwei Sparten: Kinogaenger und Schwimmer. Wir und die Waliser sind die Sportfraktion. Sehr ausgepowert und sehr sauber kehren wir gegen 20:15 Uhr ins Hotel zurueck.
Ein kleiner Stosstrupp zieht noch einmal los zu TESCO, richtig – kennen wir schon, zum Shoppen. Da das Trinkwasser hier sehr nach Chlor schmeckt sind vor allem Getraenke in den Einkaustueten. So um 22:00 Uhr ist nun Nachtruhe angesagt – alle sind heute rechtschaffend muede.
Halt! Das Wetter fehlt noch: Es war heute den ganzen Tag ueber super sonnig und warm.

Fotos: photopeach

Donnerstag, den 22. Mai 2014

Fangen wir doch gleich mit dem Wetter an – unschluessig stehen wir heute Morgen vor der Entscheidung Mountainbiking oder nicht. Es ist zumindest grau und regnerisch. Also warten wir ab, was unsere Gastgeber entschieden haben.
Der Fussweg zur Schule wird uns heute abgenommen, wir werden mit dem Minibus geshuttelt. So sind wir frueher als gewohnt beim Fruehstueck. Heute ist der zweite Activity-Tag, wir treten also wieder in unseren vier verschiedenen Gruppen an, die noch fehlenden zwei Aktivitaeten abzuarbeiten. Da fuer heute Morgen Regen angesagt wurde, faehrt unsere Gruppe statt zum Mountainbiking zu einer Indoor-Kletterhalle. Kletterwaende jeglicher Schwierigkeitsstufen warten hier auf uns, und bald sind alle eifrig mit Klettern oder der Sicherung der Kletterer beschaeftigt. Unsere Teilnehmer erweisen sich als wahre Meister ihres Faches – 3x werden verschiedene Aufstiege bis in ca. 15 m Hoehe bewaeltigt. Hut ab! Alle sind hochzufrieden mit diesem tollen Programmpunkt. Kurz nach 13 Uhr sind wir in der Cyfarthfa Junior School zurueck. Unsere nachmittaegliche Aktivitaet ist gluecklicherweise “Art-work”, fast alle anderen haben wirklich absolutes Pech. Besonders die Cycling-
in ihren Kunstworkshops vorbereitet haben, fertig. Endprodukt ist das Logo des PARTNER-Projekts sozusagen in 3D – Blumenwiese, blauer Himmel und Wolken unter einer Plexiglaskuppel. Sieht wirklich sehr nett aus! Eines der fuenf entstandenen Produkte wird demnaechst in unserer Schule daheim zu bewundern sein.
Teils klitschnasse Kinder werden gegen 16:00 Uhr wieder zum Hotel zurueckgeshuttelt zum Umziehen. Wenig spaeter fahren uns die |Minibusse dann hinueber in ein Einkaufszentrum zu Pizza-Hut. Salatbuffet, Pizzastuecke aller Sorten, Getraenke und als Dessert Eis – da findet jeder etwas fuer seinen Geschmack.
Nun sollte uns eigentlich ein Bus zu einer Bowlingbahn bringen, aber nichts da, der Bus kommt einfach nicht. Da hilft auch kein Hin- und Her-Telefonieren. So laufen wir schliesslich alle zurueck zum Hotel und vertreiben uns dort die Zeit oder gehen wieder einmal zu TESCO einkaufen. Und wie gewoehnlich ist um 22:00 Uhr Nachtruhe angesagt.
Fotos: photopeach

Freitag, den 23. Mai 2014

Business as usual – Wecken um 7:15 Uhr, Wanderung zum Fruehstueck in der Cyfarthfa Junior School. Dann klettern wir alle um 9:30 \Uhr in einen Reisebus, der uns nach Cardiff kutschiert, was ca. eine Stunde in Anspruch nimmt. Wettermaessig werden wir leider wieder nicht verwoehnt, der Himmel ist dunkelgrau, und es regent andauernd. So durchstreifen wir in Cardiff angekommen das National Museum und hoffen auf Wetterbesserung. Daraus wird leider nichts und so verlegen wir auch noch unsere Lunchpause, fuer die wir ein “packed lunch” mitbekommen haben, ins Museum. Als es dann endlich etwas weniger heftig troepfelt, machen wir uns auf in die Fussgaengerzone. Heute ist schliesslich shoppen angesagt – das Taschengeld muss nun endlich unter die Leute gebracht warden. Zuerst steuern wir den Wales Souvenir Shop an, um nach landestypischen Mitbringseln zu fahnden, dann die grosse Shoppingmall gleich nebenan. Wir verabreden einen Meetingpoint, dann stroemen alle kaufwuetig davon. Puenktlich treffen alle zum verabredeten Zeitpunkt ein und einige haben auch erfolgreich Einkaeufe getaetigt. Jetzt eilen wir zum Bahnhof, von wo aus wir nach Cardiff Bay fahren, wo unsere Partner und der Reisebus auf uns warten. Schnell noch ein Gruppenfoto mit allen Teilnehmern und schon sitzen wir wieder in unserem Reisebus und fahren zurueck zum Hotel. Jetzt heisst es Koffer packen und sich schick machen fuer die heutige Disco. Da es wieder anfaengt zu schuetten, werden wir mit den Minibussen zur Schule gefahren. Das heutige Dinner ist very British, es gibt Fish and Chips – super lecker!! Dann wird es ernst, die Silent Disco beginnt. Jedes Kind und jeder Erwachsene bekommt einen Kopfhoerer. Man hoert dieselbe Musik, kann aber die Lautstaerke so regulieren, wie es angenehm erscheint. Wenn man sich mit jemandem unterhalten will, nimmt man einfach den Kopfhoerer ab und kann ganz relaxed miteinander reden.
Fotos: photopeac

Samstag, den 24. Mai 2014
Glücklicherweise haben alle ihre Koffer schon gestern Abend gepackt, so hält sich unser Pflichtprogramm in Grenzen. Die letzten Stücke werden verstaut und die frisch geschmierten Brote, Äpfel, Möhren und Getränke an alle verteilt, denn heute gibt es ja kein Frühstück in der Schule mehr. Um 7:45 Uhr sind die Zimmer geräumt und alle stehen zur Abfahrt bereit vor dem Hotel. Rasch sind die Koffer und die Passagiere im Bus verstaut und um Punkt 8:00 Uhr geht die Fahrt los.
Das Wetter ist noch genauso trübe wie gestern und es regnet häufig.
Wir machen unterwegs nur eine kurze Pause an einem Rastplatz und gegen 11:30 Uhr erreichen wir Heathrow Airport. Nun heißt es Abschied nehmen von unseren neuen Freunden aus Stockholm, Höganäs und von den anderen Berlinern, denn sie alle fliegen von Heathrow aus. Wir haben bis zu unserem Abflug um 19:45 von London Stansted aus ja noch etwas Zeit und setzen nun unseren Plan um, noch ein bisschen London zu erkunden. Das bedeutet erst einmal wieder mit der Tube mit Umsteigen in Holborn nach Liverpool Street zu fahren. Ein echtes Abenteuer in den vollen Zügen und auf den vollen Bahnsteigen. So verlieren wir beim Umsteigen Frau Koch, vor deren Nase die Tür unerbittlich geschlossen wird. Nach einigen aufregenden Minuten trifft sie aber wohlbehalten bei uns Übrigen in Liverpool Street ein. Wir deponieren nun unsere Koffer für teures Geld beim „Left Luggage“ und erkunden nun unbeschwert die wuselige Innenstadt von London. Zu Fuß, mit dem roten Doppeldecker und mit der Tube machen wir ein wenig Sightseeing. Unangenehm ist, dass genau beim Big Ben ein wahrer Sturzregen einsetzt, der uns ziemlich heftig durchnässt. Aber wir lassen uns die Laune nicht verderben und freuen uns, doch noch so viel vom Londoner Trubel mitzubekommen. Zurück in der Station Liverpool Street essen wir wieder einmal bei Mc Donalds, holen unsere Koffer ab und fahren dann mit dem Stansted Express hinaus zum Flughafen Stansted. Trotz der Nachfrage, ob jemand noch Getränke im Handgepäck habe, sind wieder einige Flaschen vergessen worden, was natürlich immer eine Verzögerung bei der Abfertigung bedeutet. Aber schließlich sind alle durch die Kontrollen, ein Kind aus einer nicht mehr zu öffnenden Toilette befreit und die letzten Einkäufe an den Flughafenständen getätigt, dann ist es auch schon Zeit zum Abflug. Kurz vor 19:00 Uhr hebt der Flieger ab. Jetzt müssen wir unsere Uhren wieder eine Stunde vorstellen, in Berlin ist es ja eine Stunde später. Wir genehmigen uns noch ein Getränk an Bord, genießen die Landschaft unter uns oder spielen Karten. Gegen 21:30 Uhr setzt das Flugzeug in Schönefeld auf, wir sind wohlbehalten zurück in der Heimat. Nach erneuter Passkontrolle und dem Warten auf das Gepäck können alle ihre Eltern wieder in die Arme schließen.
Eine wunderschöne und sehr ereignisreiche Woche liegt hinter uns. Hoffentlich denken alle gerne an dieses Comenius Camp in Merthyr Tydfil zurück.
Danke Comenius!
Fotos: photopeach